Marketing & Vertrieb

Clarissa Niermann: »Reine Textbeiträge gehen in der Social-Media-Flut unter«

Clarissa Niermann ist Marketing Managerin bei der Online-Marketing-Agentur Bilandia.

Für den Erfolg auf Social-Media-Plattformen wie Facebook, Twitter und Instagram sind ansprechende, auffällige Grafiken unabdingbar. Was Verlage und Buchhändler häufig falsch machen und wie sie mit guten Grafiken mehr Aufmerksamkeit und Reichweite in sozialen Netzwerken erreichen können, erläutert Clarissa Niermann von Bilandia im Interview. Ausführliche Tipps und Tricks verrät sie im Webinar-Video.

Wie wichtig ist eine ansprechende Gestaltung von Social-Media-Postings- und Anzeigen?

Eine ansprechende, das heißt auf die jeweilige Zielgruppe und das Produkt zugeschnittene, Gestaltung ist unabdingbar für den Erfolg. Reine Textbeiträge gehen in der Flut der Newsfeeds auf den Plattformen schnell unter und erzielen bei Weitem nicht die Reichweite von grafisch ansprechend aufbereiteten Beiträgen.

Durch die begleitende Grafik können Nutzer auf den ersten Blick erfassen, was beworben wird oder worum es geht und sich dementsprechend verhalten.

Was machen Verlage und Buchhändler häufig falsch bei der Gestaltung von Grafiken?

Der größte Fehler meiner Meinung nach ist, zu viel unterbringen zu wollen. Zu viele Informationen, zu viele nicht unbedingt zusammenpassende Farben, zu viele verschiedene Produkte. Bei der Grafikgestaltung ist weniger häufig mehr.

Besser finde ich es, einen Teil der Informationen von der Grafik weg in den Beitrags- oder Anzeigentext auszulagern, beziehungsweise sich auf ein konkretes Ziel auf der Grafik beschränken. Außerdem sollten, wenn möglich, CI-konforme Farben verwendet werden und ein passendes Produktbild für die Abbildung ausgewählt werden.

Worauf achten Sie bei der Konzeption besonders?

Als allererstes auf Lesbarkeit. Nicht nur bei den Formaten am Desktop, sondern vor allen Dingen auch in der mobilen Ansicht. Da die Nutzung von Facebook mehrheitlich am Smartphone stattfindet, sollten auch die Grafiken in erster Linie für die mobile Aussteuerung konzipiert werden.

Danach ist auch ein stimmiges Gesamtbild der Elemente wichtig: Wenige harmonische Gestaltungselemente, die zum Gesamtauftritt und zur angesprochenen Zielgruppe passen, ergeben eine gute Grafik.

Dabei zählt dann am Ende nicht, was man persönlich schön findet, sondern, ob die Gestaltung zur jeweiligen Zielgruppe, dem Produkt und dem Markenauftritt passt.